Dominik Werner (Foto), Betriebsrat, Leiter Vertrauenskörper:
„Für mich zeigt sich ein würdevoller Umgang, wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter respektvoll mit sich und anderen umgehen, unabhängig von Stand, Anstellung, Geschlecht oder Herkunft. Wie es der Philosoph Immanuel Kant schon im 18. Jahrhundert sagte „Würde ist über jeden Preis erhaben.“ (Das heißt, die Würde eines jeden Menschen hat einen inneren Wert, der nicht handelbar oder tauschbar ist wie ein Preis auf dem Markt.)
Würde wird in den kleinen Gesten sichtbar, die oftmals den Alltag erhellen. Es geht dabei nicht nur um (eigentliche) Selbstverständlichkeiten wie „Bitte“ und „Danke“, sondern auch darum, einer Person meine Hilfe anzubieten, wenn es die Situation erfordert.
Frage ich als Betriebsrat bei Mitarbeitenden nach einer mehrwöchigen Arbeitsunterbrechung nach (Krankheit/Urlaub/Elternzeit, etc.) wie es ihnen geht und ob alles in Ordnung ist, ist das eine Form der persönlichen Wertschätzung und gleichzeitig eine Bestärkung. Mein Gegenüber hat das Gefühl nicht nur einer unter vielen zu sein.
Wenn die Menschenwürde mit Füßen getreten wird, darf es uns nicht gleichgültig sein.
Wir müssen die Stimme sein, um das Echo zu brechen. Dafür stehen wir: das Betriebsrats-Team und die Gewerkschaften im Betrieb.
Thomas Fischer Betriebsratsvorsitzender:
„Für mich ist Würde, wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter transparent informiert und als mündige Staatsbürgerinnen und Staatsbürger behandelt werden. Anstand, Respekt, Begegnung auf Augenhöhe und Empathie im Arbeitsleben stehen an oberster Stelle. Im Betrieb bedeutet dies z. B. ganz konkret, dass langjährige und ehemalige Mitarbeitende Wertschätzung erfahren, indem ihr runder Geburtstag in einer Feier gewürdigt wird. Für den tägliche betrieblichen Ablauf ist es wichtig, dass sich ein engagiertes Betriebsratsgremium zusammen mit der Gewerkschaft für die Belange der Mitarbeitenden einsetzt und in Mitarbeiterführung geschulte Vorgesetzte, das Herz auf dem rechten Fleck haben.